Genauer nachgefragt.
Antonio im Interview.

Wer bist du und was genau machst du?

Hi, ich bin Antonio und mache beim Zweckverband Wasser-Abwasser Vogtland eine Ausbildung zum Umwelttechnologen für Abwasserbewirtschaftung – aktuell bin ich im zweiten Ausbildungsjahr.
Mein Job? Ich sorge mit meinem Team dafür, dass verschmutztes Wasser wieder sauber wird, bevor es zurück in die Natur gelangt. Ob im Kanalnetz, auf der Kläranlage oder bei der Arbeit mit unserer mobilen Zentrifuge – kein Tag ist wie der andere.

Ich hab mich für diesen Beruf entschieden, weil er sicher, vielseitig und sinnvoll ist. Ich wollte einen handwerklichen Job mit Zukunft, und was ich hier mache, ist einfach wichtig: Ohne saubere Gewässer funktioniert gar nichts.

Umwelttechnologe für Abwasserbewirtschaftung (m/w/d)

Zwei Personen sichern einen Schlauch für Spülarbeiten

Alles fest im Griff

Für die Spülung muss der Schlauch sicher sitzen – Handarbeit mit Köpfchen, bevor das Wasser richtig Druck macht.

Antonio bereitet das Spülfahrzeug vor

Technik vorbereiten – gemeinsam läuft’s

Zusammen mit Kollegin Hannah macht Antonio das ferngesteuerte Spülfahrzeug startklar. Ohne gute Vorbereitung geht hier nichts.

Monitor und Joystick zum Fernsteuern der Reinigung

Alles im Blick, alles im Griff

Über Monitor und Joystick steuert Antonio die Reinigung – ganz schön smart, was moderne Kanaltechnik heute kann.

Antonio hebt mit einem Kollegen einen Schachtdeckel an

Team-Start am Morgen

Bevor es losgeht, checkt Antonio mit seinem Kollegen das Fahrzeug und bespricht den Einsatzort für die heutige Kanalspülung.

Antonio entnimmt mit zwei Kollegen eine Wasserprobe

Klarer Blick auf sauberes Wasser

Im Klärwerk entnimmt Antonio Wasserproben – ein wichtiger Check, damit die Werte stimmen und die Umwelt geschützt wird.


Wie sieht dein Joballtag aus?

Unsere Tage starten meist mit einer kurzen Besprechung. Dann geht’s raus zu den Anlagen oder ins Kanalnetz. Wenn wir zum Beispiel mit dem Kamerafahrzeug unterwegs sind, dokumentieren wir mit einer Fernsteuerung im Fahrzeug den Zustand der Rohrleitungen, checken Schächte oder bereiten alles für Reparaturen vor. Dazu gehört auch die Spülung der Kanäle und die Nachkontrolle. Die Ausmaße der Anlagenteile und nötige Technik kann man sich vorher einfach nicht vorstellen.

Auf der Kläranlage bin ich in verschiedenen Bereichen im Einsatz: Ich kontrolliere und überwache die Prozesse am Leitstand, unterstütze bei der Wartung und Pflege von Maschinen und Anlagenteilen und helfe mit, Störungen zu finden und zu beheben. Außerdem ziehen wir regelmäßig Proben, die im Labor ausgewertet werden. Ich finde es spannend, wie viele verschiedene Aufgaben hier zusammenkommen – super abwechslungsreich.

Was mir dabei besonders gefällt: Ich bin viel draußen unterwegs, arbeite im Team, aber auch mal eigenständig. Die Technik fordert einen heraus – vor allem, wenn es um Fehlersuche oder die Optimierung von Abläufen geht. Genau das macht den Beruf so interessant.

Antonio in Arbeitskleidung mit einem Rohrschlüssel in der Hand

Wenn’s im Klärwerk rundläuft, weiß ich: Das hier hält nicht nur Flüsse sauber, sondern die Region am Laufen.

Dein Flow – was motiviert dich als Azubi so richtig?

Richtig im Flow bin ich, wenn ich mit meinen Kollegen draußen unterwegs bin, wir was zum Quatschen haben, aber trotzdem konzentriert und genau arbeiten. Es macht einfach Spaß, im Team was zu schaffen, vor allem, wenn es technisch oder handwerklich herausfordernd ist. Und ehrlich: Es ist ein gutes Gefühl, wenn am Ende alles läuft und man weiß, man hat zur Sicherung natürlicher Ressourcen beigetragen.


Was macht die Wasserwirtschaft besonders für dich?

Der Beruf ist super abwechslungsreich: man arbeitet im Kanalnetz, auf der Kläranlage, mit Mess- und Regeltechnik, manchmal auch im Labor. Ich finde es richtig spannend, wie wir aus verschmutztem Abwasser wieder sauberes Wasser machen. 

Und: Ich bin gern in der Natur, mag handwerkliche Tätigkeiten und die Technik dahinter. In der Wasserwirtschaft kommt das alles zusammen, mit echtem Sinn. Denn was wir machen, ist nicht direkt für jeden sichtbar, aber lebenswichtig.



Ausbildung & Betrieb – wie fühlt sich das an?

Mein Betrieb hält, was er verspricht. Das fand ich von Anfang an super. Das Team ist hilfsbereit, offen, und ich konnte mich schnell einfinden. Wenn man Fragen hat, wird einem immer geholfen. Ich durfte früh Verantwortung übernehmen, zum Beispiel, als ich zwei Tage lang die Zentrifuge mit meinen Kollegen zusammen betreut habe. Man merkt: Das Vertrauen ist da.

Was ich besonders mag: Ich darf ich selbst sein: draußen arbeiten, mit anpacken, Verantwortung übernehmen. Ich fühl mich hier echt wohl.


Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Als Nächstes will ich meine Ausbildung erfolgreich abschließen und die Prüfungen gut bestehen. Mein Ziel ist, danach übernommen zu werden. Ich fühle mich hier richtig wohl, das Umfeld passt. Langfristig will ich auf jeden Fall in der Wasserwirtschaft bleiben – weil’s sinnvoll und wichtig ist und zu mir passt. Vielleicht kommt irgendwann auch eine Weiterbildung dazu, mal schauen. Wichtig ist für mich: draußen unterwegs sein, im Team arbeiten, etwas bewegen. Und das finde ich hier jeden Tag.

Ohne dich, ­läuft hier nichts.

Entdecke deinen Flow und finde zukunftssichere Jobs und Ausbildungsmöglichkeiten in der Karrierewelt deiner regionalen Wasserunternehmen.

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